Songs, die von Community erzählen
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Sein selbstveröffentlichtes Album „Keyboard Fantasies“ verkaufte sich 1986 ein paar Dutzend Mal auf Kassette. Dem Pionierwerk aus verträumten Synthesizern und meditativen New-Age-Sounds gingen zwei selbstbetitelte Folk-Alben voraus. Beverly Glenn-Copelands Werk blieb fast völlig unentdeckt – bis er 2015 zufällig von einem bekannten japanischen Sammler und Plattenladenbetreiber aufgespürt wurde.
Ryoto Masuko kaufte die verbliebenen Tapes auf und verhalf Glenn-Copeland zu seinem Erfolg. Die Kassetten verkauften sich nach ein paar Tagen und innerhalb weniger Wochen meldeten sich Labels mit Deals bei Glenn-Copeland. „Keyboard Fantasies“ erlangte bald darauf Kultstatus. Mit Mitte siebzig trat der Komponist im Museum of Modern Art in New York auf, wurde Subjekt eines Dokumentarfilms und begann, auf seine ersten großen Tourneen zu gehen. Geboren im Jahr 1944, stellte Beverly Glenn-Copeland schon mit drei Jahren vor seiner Mutter klar, dass er ein Junge ist. Es dauerte jedoch bis in die 2000er-Jahre, bis er ausreichenden Zugang zu Wissen über Transidentität hatte und mit seiner Transition beginnen konnte. Mit der Wiederentdeckung seines Werkes staunt Glenn-Copeland heute besonders über das junge Publikum auf seinen Konzerten. Darunter auch viele Menschen, die selbst in ihrer Transition sind und ihn bitten, seine Erfahrungen mit ihnen zu teilen.
Beverly Glenn-Copelands Kompositionen sind geprägt von …