Warum seid ihr Elektriker*innen geworden? 

Lie: Ich wollte Fähigkeiten lernen, die in kollektiven Strukturen häufig fehlen. Elektrik erschien mir sinnvoll und spannend. 

Kat: Nach dem Studium merkte ich, dass Büro und mein Leben auf dem Land nicht zusammenpassen. Also Handwerk! An der Elektrik fasziniert mich, dass anfangs alles undurchschaubar wirkt und man erst mit der Zeit das System versteht.

Wer beauftragt euch? 

K: Wir sind Teil der Gemse, eines queerfeministischen Community-Orts in Kärnten, über den wir uns mit anderen Projekten vernetzen. 

L: Unsere Aufträge kommen inzwischen sowohl aus der unmittelbaren ländlichen Umgebung als auch von Hausprojekten in Österreich und Deutschland.

Was gefällt euch an eurer Arbeit? 

K: Die Mischung aus körperlicher Arbeit und Selbstständigkeit. Außerdem treffe ich Menschen, denen ich sonst nie begegnen würde – Strom brauchen alle.
L: Ich mag klar abgegrenzte Arbeiten mit sichtbarem Ergebnis. Außerdem bekomme ich Einblicke in unterschiedliche Wohnräume.

Dieser Text erschien zuerst in Missy 01/26.