© Kimberly Madox

Anmerkung der Redaktion: Die Autorin hat den Beitrag Anfang Februar 2026 verfasst. Zu jenem Zeitpunkt war der militärische Angriff der USA und Israels auf Iran noch nicht absehbar

Iran ist kein Land im Umbruch, wie es in der deutschen Berichterstattung immer wieder heißt. Iran ist ein Land im Widerstand. Und dieser Widerstand ist feministisch. In Deutschland berichten die Medien meist nur dann über die Menschenrechtslage in Iran, wenn es zu Massenprotesten

kommt, wie zuletzt Anfang des Jahres. Ende Dezember 2025 hatten Händler auf dem Teheraner Basar zu protestieren begonnen. Aus den Aufständen gegen Inflation und die katastrophale wirtschaftliche Lage entwickelten sich rasch landesweite Demonstrationen gegen das System der Islamischen Republik. Am 8. und 9. Januar schaltete das Regime das Internet ab – ein Shutdown, der die Menschen etwa 16 Tage komplett von der Außenwelt abschottete. 

Noch immer ist das Ausmaß der in dieser Zeit von iranischen Sicherheitskräften verübten Gewalt unklar. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sprechen von einem Massaker, das die jüngste Geschichte Irans noch nicht erlebt hat. Laut dem Magazin „Time“, das sich auf zwei hochrangige Beamte des Gesundheitsministeriums bezieht, wurden schätzungsweise 30.000 Protestierende getötet. Die Menschenrechtsorganisation HRANA spricht zudem von über 50.000 Festnahmen im Zusammenhang mit den Protesten. 

Mittlerweile nimmt der öffentliche Diskurs übe…