Die Hüpsche in schwarzen Kleidern, Nachtstimmung mit einer Baguettehandtasche unter dem Arm-
© Lia Lehmkuhl

Interview: Lara Hansen

Wie würdest du deinen heutigen Fit beschreiben? 

Mein heutiger Look ist secondhand und firsthand kombiniert – viele Lagen für den Winter und ein bisschen sportlich. Aber ich mach keinen Sport, außer vielleicht manchmal Pilates im Traum.

Was darf bei deinen Outfits nicht fehlen? 

Zwiebeln! Schichten, Schichten, Schichten. Vor allem im Winter fang ich eng an und geh danach ein bisschen weiter. Und natürlich die Farbe Schwarz. Accessoires, Schmuck, Personality sind ganz wichtig.   

Wie hat sich dein Stil über die Jahre verändert? 

Ich dachte vor zehn Jahren, ich sähe richtig toll aus, aber retrospektiv sah ich richtig scheiße aus. Heutzutage würde ich sagen, dass mein Stil sehr anspruchsvoll ist. Man denkt, ich habe mir sehr viel dabei gedacht, dabei habe ich einfach nur in den Kleiderschrank gegriffen und das Nächstbeste angezogen – es sieht aber immer gut aus.

Was ist dein aktuelles Lieblingsaccessoire? 

Handtaschen! Schmuck natürlich immer. Aber vor allem realistische Handtaschen, die aussehen wie Baguettes und Frösche. Ich mag gerne damit rumspielen, Kind sein.

Wer oder was inspiriert dich? 

Ich würde so gerne sagen, meine Mutter, aber sie hatte einen ganz schlimmen Stil. Na ja, doch, sagen wir, sie inspiriert mich, das Gegenteil dessen zu tragen, was sie getragen hat. Aber das ist kein Hate, weil da ja trotzdem was Positives draus geworden ist.

Was ist das absurdeste Kompliment, das du auf der Straße bisher bekommen hast? 

Leider keins, weil die Leute nicht auf mich zukommen. Aber das ist ein Aufruf: Bitte gebt mir Komplimente, ich brauche das! 

Wie gehst du mit Outfitkrisen um? 

Outfitkrise jeden Tag. Aber ich umgehe das, indem ich nur eine Farbe trage.

Hast du persönliche ­Fashion-Icks? Ich kann jetzt nicht Röhrenjeans sagen, das sagt ja jeder. Okay, ein Ick von mir ist, zu viel Farbe zu tragen, die keinen Sinn hat. Das überreizt mich einfach. Aber wenn es gut umgesetzt wird, dann schmeckt es mir schon wieder. ­

Dieser Text erschien zuerst in Missy 02/26.