Szene aus der Serie Heated Rivalry
© Sabrina Lantos/HBO Max

Sie hätten nicht damit gerechnet, dass sie mit einer schwulen Liebesgeschichte so berühmt werden würden wie Boyband-Stars. Connor Storrie und Hudson Williams sind die Hauptdarsteller der Serie „Heated ­Rivalry“ – und bis vor Kurzem kannte die beiden kaum jemand. Nur wenige Wochen nach dem US-Serienstart Ende November hat sich die Lage fundamental verändert:

Anfang Januar versammeln sich Hunderte Fans in New York, vor allem junge Frauen, um die neuen Idole bei ihren Debütauftritten in Late-Night-Shows zu sehen. Als Hudson Williams bei Jimmy Fallon auf der Bühne sitzt, tobt das Publikum vor Begeisterung – „wie zuletzt bei den Beatles“, schwärmt der Talkshow-Host.

„Heated Rivalry“ erzählt von zwei rivalisierenden Hockeyspielern, dem bisexuellen Ilya Rozanov (Storrie) und dem schwulen Shane Hollander (Williams), die sich ineinander verlieben und über acht Jahre hinweg eine von Bindungsängsten geprägte Affäre führen, bevor sie sich ihre Liebe gestehen. Ursprünglich produzierte der kanadische Sender Crave „Heated Rivalry“ mit einem so kleinen Budget, dass es laut der Schauspieler bei großen Szenen nur für fünf Kompars*innen gereicht hätte. Doch die Serie hatte von Beginn an Fans: die Leser*innen der Buchvorlage, des zweiten Bandes der „Game Changers“-Reihe von Rachel Reid. Die internationale Nachfrage stieg rasant und der US-Sender HBO begann, d…