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Ich möchte nicht, dass es ein tragischer Film wird wie die meisten Filme mit uns. Entweder bringt man uns um oder wir sind Sexarbeiterinnen und erregen Mitleid. Aber es gibt keine Filme, in denen wir einfach glücklich sind.“ Das sind die Worte der 14-jährigen Karla. Karla wächst in einer Kleinstadt rund eine Stunde von Mexiko-Stadt entfernt auf und ist trans. Für die Doku „Niñxs“ wurde sie acht Jahre lang vom Filmemacher Kani Lapuerta begleitet.

„Niñxs“ („Kinder“ zu Deutsch, nicht-binär gegendert) ist das geworden, was sich Karla im Gespräch mit einer Mentorin, einer älteren trans Frau, wünscht: ein Film, der trans Joy in den Mittelpunkt stellt. Karlas Eltern, linke Altpunks, akzeptieren ihre Geschlechtsidentität relativ problemlos und unterstützen sie, soweit es geht. Auch wenn Karla das einzige trans Mädchen an ihrer Schule ist, hat sie enge Freund*innen, und sie hat viele Wünsche und Träume, die über das Transsein hinausgehen –
wie alle Mädchen in diesem Alter eben. Besonders erhellend sind die Szenen, in denen die Teenies darüber diskutieren, was Frausein eigentlich bedeutet. Die Jugendlichen sind zu komplexeren Analysen und Gedanken in der Lage als viele öffentliche Kommentator*innen.

Der Fokus auf die positiven Aspekte des Transseins bedeutet nicht, dass „Niñxs“ die harten Seiten ausblendet. Karla spricht über ihre Erfahrungen mit Gewalt im Alltag einer kleinen, tradi…