Wer profitiert vom Krieg im Sudan?
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Sudan ist die größte humanitäre Katastrophe der Welt“, lautete der O-Ton der internationalen Hilfskonferenz, die das Auswärtige Amt gemeinsam mit der Afrikanischen Union anlässlich dieses Kriegsjahrestags im Sudan am 15. April in Berlin ausrichtete. Sie wiederholten damit fast performativ, was auch im medialen Kanon steht. Seit nun mehr als drei Jahren kämpfen im Sudan das sudanesische Militär (SAF) und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Vertreter*innen zahlreicher Hilfsorganisationen und Länder kamen zusammen, um über ein mögliches Kriegsende und Hilfe für Opfer zu diskutieren.
Fast zwei Drittel der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa zwölf Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, über 19 Millionen Menschen leiden nach Einschätzung der Welthungerhilfe unter Hunger. Auch wenn die Zahl der Todesopfer aufgrund der geringen Datenlage unbekannt ist, ist nach den wiederkehrenden Massakern, den andauernden Drohnen- und Bombenangriffen und dem zusammengebrochenen Gesundheits- und agrarischen Selbstversorgungssystem von mehreren Hunderttausenden auszugehen.
Auf der Konferenz in Berlin ging es mehrfach um die besonders verheerende Lage für Frauen und Mädchen. Zum einen übernehmen sie die im Kriegskontext besonders herausfordernde Care-Arbeit: Sie kümmern sich um die Nahrungsmittelbeschaffung und -zubereitung, sorgen sich um die Kinder und pflegen Verwandte, während staatliche Institutionen Krankenhäuser, Schulen oder Lebensmittelmärkte nahezu vollständig wegbrechen.
Da die Flucht durch die Sahara äußerst gefährlich ist, begeben sich oft…