Kunst oder Kacke?
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Praktischerweise kann man unter dem Punkt Scheiße recht viel subsumieren. Z. B., dass die politischen Debatten über die Teilnahme von Israel und Russland an der Biennale im Vorfeld zum Rücktritt der Jury führten. Scheiße waren des Weiteren
die Blumengestecke und das DJ-Pult samt DJ – der künstlerische Beitrag des russischen Pavillons. Und man kann es wirklich nur als richtig große Scheiße bezeichnen, dass sowohl die Kuratorin Koyo Kouoh – die erste afrikanische Frau in dieser Position – als auch die deutsche Künstlerin Henrike Naumann, die eine der besten Arbeiten der Ausstellung zeigt, vor Eröffnung der größten Kunstschau gestorben sind.
Doch sogar mehr oder weniger echte Scheiße gibt es zu sehen. Für den luxemburgischen Beitrag läuft der Film „La Merde“, für den sich die Künstlerin Aline Bouvy als Scheiße verkleidete. Und im österreichischen Pavillon hantiert Florentina Holzinger mit selbiger – oder zumindest mit etwas, das so aussieht. Das gefällt dem Publikum so gut, dass sich hier immer die längsten Schlangen bilden. Zu Holzingers Werk gehören auch Klos, in die Besuchende hineinpinkeln können, der Urin wird dann gefiltert und landet in einem Bassin, in das die Perfo…