Diese „Sicherheit“ ist eine Illusion
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Am 25. Juli verübte ein Islamist einen Anschlag auf den Berliner CSD. Dabei tötete er eine 65-jährige Frau aus Polen, die dort mit ihrer Tochter feierte, und verletzte 31 Menschen. Der Täter Abdul Bellout war ein dem Verfassungsschutz, der Justiz und Polizei bekannter IS-Anhänger, der sich online und über sein Umfeld radikalisiert und 2025 erfolglos versucht hatte, sich der Miliz in Syrien anzuschließen.
Nach dem Anschlag zeigte sich die Regierung bestürzt: „Wir sind mehr, wir sind stärker“, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz. Wer mit diesem „Wir“ vermutlich nicht gemeint ist, zeigte die darauf folgende politische Diskussion: härtere Maßnahmen bezüglich Migration und innerer Sicherheit, Verschärfungen im Staatsangehörigkeitsrecht, mehr Befugnisse für Sicherheitsbehörden – und mehr Polizei.
Kollektiv zu trauern, wurde in diesen Tagen verunmöglicht – weil wir wieder einmal rassistische Narrative korrigieren und darum kämpfen mussten, dass unser Schmerz nicht politisch instrumentalisiert wird. Weil wir betonen mussten, dass die in der öffentlichen Debatte ventilierten Maßnahmen nicht vor queerfeindlicher Gewalt schützen, die von Rechten, religiösen Fundamentalist*innen sowie von Staat und Polizei selbst ausgeht. Am selben Tag, an dem die Polizei den CSD-Anschlag nicht verhinderte, ging sie gewaltsam gegen die Internationalist Queer Pride, eine parallel stattfindende Demonstration antirassistischer, antikolonialer und antikapitalistischer Gruppen, vor.
Bei CSDs in Deutschland kam es 2025 zu insgesamt 111 Angriffen: Stördemos und Verhinderungsversuche bis hin zu körperlichen und verbalen Attacken. Im selben Jahr wurden 2377 queerfeindliche Gewaltvorfälle dokumentiert. Und die Bundesregierung? Kürzt queeren Projekten die Gelder: Dieses Jahr wur…