Flamingo-Revolution
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Die Schwestern Natasha, Elsa und Fatma Paja von Trivet Studio halten in Zvërnec ein Schild mit der Aufschrift „Hört zu, die Vögel singen“.
Bevor die Flamingo-Revolution in Albanien die Schlagzeilen der internationalen Presse erreichte, war da eine kleine Gruppe Aktivist*innen. Federführend unter ihnen: die Schwestern und Künstlerinnen Fatma, Natasha und Elsa Paja. Seit Jahren setzen sie sich mit aufsehenerregenden Aktionen für den Schutz der Natur in ihrem Heimatland ein und prangern korrupte Politiker*innen an. Dass der Flamingo-Protest das ganze Land erfasst hat, hat auch etwas mit ihrem unermüdlichen Willen zu tun.
Und damit: In der Narta-Lagune im Süden Albaniens sowie auf Sazan, einer nahe gelegenen Insel, soll ein Luxusresort entstehen. Kostenpunkt:
vier Milliarden US-Dollar. Neu ist das Vorhaben nicht. Bereits im März 2024 wurden erste Baupläne publik. Sie umfassen beide Orte – die Insel Sazan und den Strand in der Lagune am gegenüberliegenden Festland. Laut Biolog*innen handelt es sich dabei um das letzte unberührte Flussdelta im Mittelmeerraum. Seine einzigartige und ökologisch bedeutsame Flora aus Dünen, Stränden und Pinienwäldern ist Heimat von über zweihundert Vogelarten, darunter Pelikane und Flamingos. Prominenter Hauptinvestor ist Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Der albanische Premierminister Edi Rama bewarb das Projekt als einmalige wirtschaftliche Chance für das Land, an dem laut ihm die besten Architekt*innen und Ingenieur*innen der Welt mitwirken würden. Der Schutzstatus schließe eine Bebauung nicht automatisch aus, behauptete er in Interviews. Naturschützer*innen in ganz Europa warnten indes schon damals vor dem Vorhaben und den unwiderruflichen Schäden, die es für den Lebensraum der…