Theater über Female Rage
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Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin“ heißt euer Stück im Hebbel am Ufer. Wer muss sich bei euch fürchten? Malonda: Das verraten wir nicht. Vielleicht passiert auch gar nichts. Wenn wir sagen, das Patriarchat brennt nieder, ist das für viele Leute etwas ganz Schreckliches …
Sophia Süßmilch: Ich mag diesen Kitzel. Man ist gespannt, gleichzeitig ist es eine Drohung. Ich habe für das Stück viel über Machtverschiebung nachgedacht.
In eurem Stück geht es um die Macht von Wut. Was macht euch besonders wütend? S: Wenn ich merke, dass ich persönlich an meine Grenzen stoße. Und mich macht wütend, was an der Volksbühne passiert ist.
M: Anti-Blackness macht mich wütend. Gestern, heute, morgen. Nicht wegen eines einzelnen Ereignisses, sondern wegen der Kontinuität. Es ist wie der berühmte stete Tropfen. Ich frage mich, wo mein Breaking Point liegt.
Wohin mit der Wut? S (zu M): Was sagst du als Marxistin? (lacht)
M: Erst mal natürlich nieder mit allen Systemen, die uns unfrei machen. Und rein in die Kunst, da gehört die Wut für mich hin. Meinem Körper hilft sie nicht, wenn sie sich gegen mich selbst richtet. Kunst und Schreiben sind meine ersten Outlets, hinzu kommt systemzersetzende Propaganda. Und Memes posten!
S: Wir müssen wütend sein, wenn wir Veränderung wollen. Ich will mich nicht in Hoffnungslosigkeit verlieren.
M: Wir müssen andere Leute finden, die genauso wütend sind. Wut ist…