Frau mit langem braunem Haar, grünem Shirt und grauem Schal sitzt auf einem Spielplatz auf einer Wippe, im Hintergrund Bäume und Hecke.
© Marina Hoppmann

Was machst du als Schulbegleiterin?

Ich begleite Kinder im Unterricht, erleichtere die Kommunikation und helfe bei Übergängen. Meine Arbeit endet nicht im Klassenraum: Ich motiviere und begleite Kinder auch in emotionalen Krisen oder Konflikten.

Warum dieser Beruf?

Er ist erfüllend und wird überall gebraucht. Mit kleinen Impulsen kann man Großes bewirken. Schulbegleiter*innen sind sinnstiftende Allrounder, die Brücken bauen. 

Was fordert dich am meisten?

Stagnation in der Entwicklung. Was heute funktioniert, kann morgen schon nicht mehr helfen. Gleichzeitig muss die Integration in die Klasse immer im Blick bleiben.

Wie gefährdet ist dein Beruf durch die Politik?

Sehr. In Hamburg wurden schon Stellen gestrichen, in Hessen wird es überlegt. Wenn hier gespart wird, hat die Politik bei Inklusion versagt.

Was war dein prägendster Moment als Schulbegleiterin?

Ein Kind traute sich nicht, vor der Klasse zu sprechen. Wir übten Schritt für Schritt – bis es schließlich ein Gedicht vor der Klasse vortrug. Für andere normal, für das Kind ein riesiger Entwicklungsschritt.

Dieser Text erschien zuerst in Missy 05/26.