Editorial 03/13

Artdirektorin Burger scheitert beim Catbearding an ihrer wenig kooperativen Leih-Katze.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Sommer, Sonne, Scheitern. Ist doch klar. Während uns all die glänzenden Werbebilder glückliche, spindeldürre Menschen am Strand zeigen, blicken wir mit Bedacht auf unsere körpereigenen Schwimmringe und merken mal wieder: Beach Body nicht geknackt. Überhaupt scheint es doch, als könnten Frauen ob der vielen Ansprüche an sie nur scheitern. Warum wollen wir dann trotzdem immer Erfolgsgeschichten erzählen und fühlen uns wie die letzten Versagerinnen, wenn manches nicht so klappt wie gefordert? Wir haben dem Scheitern ein ganzes Dossier gewidmet und das Thema in mannigfaltige Richtungen gedreht. Lasst euch überraschen.

Dem Scheitern bedenklich nahe fühlten wir uns auch bei dieser Schlussproduktion: Deadlines platzten, Beiträge brachen weg, Bilder schienen unerreichbar, Badeseen auch. Zu allem Überfluss drängte sich auch das LAVM (Leben außerhalb von Missy) merklich rein: Während die eine von uns gerade noch an ihrer Abschlussarbeit schreibt, bereitet die andere ihren Umzug nach Berlin vor. Erwähnten wir, dass gerade Kita-Ferien sind? Unsere Artdirektorin erzählt, dass das Gehirn ab 30 Grad Außentemperatur ungefähr so eingeschränkt funktioniert, als wäre es alkoholisiert. Wir arbeiten und redigieren also gerade wie im Rausch. Die Stimmung ist entsprechend gut. Und ganz ehrlich: Wo wären wir gerade lieber als hier an dieser klebrigen Tastatur, um schwitzend und rauschend gemeinsam an einer neuen Ausgabe für euch zu laborieren? Ach, ist das herrlich.

Eure Redaktion