Liebe*r Leser*in!

Das sprichwörtliche feministische Preaching to the Converted wurde bei uns endlich in die Tat umgesetzt: als nämlich unsere geschätzte Autorin und Buchpreis-Shortlist-Ausgezeichnete Mithu M. Sanyal am 08. Oktober in der Dortmunder St.-Petri-Kirche auf der Kanzel stand und ihre fulminante Laudatio zur Verleihung des Aufmüpfige-Frauen-Preises hielt. Den Preis dieser feministischen Stiftung durfte dieses Jahr Missy entgegennehmen, gemeinsam mit den großartigen Omas gegen Rechts, deren Arbeit angesichts der politischen Situation in ihrem Gründungsland Österreich nötiger denn je ist. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und werden das Preisgeld in noch mehr feministische Inhalte in Print und Online investieren. Um auch Unbekehrte zu erreichen.

Falls du noch jemanden von feministischen Inhalten überzeugen willst: Im Missy- Shop warten unsere heiß begehrten Kalender mit Empowerment für jede Woche des Jahres 2022 und coole Socken auf dich. Auch bestens als Geschenk geeignet!

Pünktlich zur Cuffing Season – jener Zeit des Jahres, in der man potenzielle Kuschelpartner*innen dingfest macht, um die lichtarmen Monate nicht ganz alleine zu verbringen – widmen wir uns in unserem Dossier dem Thema Beziehungen (ab S. 52). Und das hat natürlich mehr zu bieten als romantische Zweierbeziehungen. Abgesehen davon ist Alleinsein manchmal wunderschön! Wenn dir die (Post-) Pandemie-Silvesterparty noch zu trubelig ist, bietet unser Moodboard Inspirationen fürs Dinner for One (S. 70).

Ganz egal, wie oder zu wievielt, komm gut ins neue Jahr!

Deine Missys

Banden bilden: Der Anfang. Wie Kinder ins Leben starten, ist ein Thema, das alle betrifft. Das Berliner Hebammen*Kollektiv Cocoon will alle Familien dabei unterstützen. – S. 12

Lieblingsstreberin: Emma Hernandez. – S. 13

Work Work Work: Winzerin Lea Kleisinger. – S. 14

Hä, was heißt den Neurosexismus? – S. 15

 

Kultur und Gesellschaft

Im Traumahaus: Nach ihrem Kurzgeschichtenband erscheint nun auch Carmen Maria Machados Memoir über häusliche Gewalt unter Queers auf Deutsch: „Das Archiv der Träume“. Missy hat mit der US-amerikanischen Autorin gesprochen. S. – 17

Extreme Gefühle: Gaddafi Gal Nalan startet ihre Solokarriere mit einem Album, das nach 2000er-Pop und Coming-of-Age klingt. – S. 20

Scheiß drauf! Seit zehn Jahren begeistert der Jaja Verlag mit überraschenden Comics. In „Verlagswesen“ blickt Gründerin Annette Köhn nun in äußerst unterhaltsamen Bildern hinter die Kulissen. –S. 22

Rolle Vorwärts: Jungs im PH. Christiane Rösinger hat mit „Planet Egalia“ ein feministisches Musical geschaffen, das mit viel Humor nach besseren Zukünften sucht. – S. 24

Bildstrecke: Augustín Hernandez. Mit analogen Fotografien fängt der Künstler Nostalgie und Verletzlichkeit ein und kreiert einen Zufluchtsort, an dem Unterschiede verschmelzen.  – S. 26

Politik und Protest

Real Talk: Pop-Up-Streik. Seit Monaten gibt es beim Zehn-Minuten-Lieferdienst Gorillas immer wieder Arbeitsniederlegungen – das Management rea- giert mit Massenkündigungen. – S. 33

Reportage: Kein Happy End. Die ungarische Regierung zensiert das queere Kinderbuch „Märchenland gehört allen“. Herausgeberin Dorottya Rédai
und ihre Kolleg*innen wurden so weltweit zu Symbolfiguren im Kampf gegen ein regressives und autoritäres System. – S. 36

Essay: Die Sache mit den trans Leuten. Die mediale Debatte über trans Personen kommt über das Thema Sichtbarkeit oft nicht hinaus. Sie bleiben „das Neue“, das von
cis Personen entdeckt wird. Über den Sprung in der Platte. –  S. 42

Titel – Zanele Muholi

Bilder von Verbündeten: Künstler*in und Aktivist*in Zanele Muholi stellt sich gegen die Unsichtbarmachung der lesbischen und queeren Community Südafrikas. Nun zeigt der Berliner Gropius Bau Muholis Arbeit. – S. 49

Dossier: Beziehungsweisen

Zwischen Dating nach der Dürre, Cuffing Season und bestehenden Bindungen dreht sich diesen Winter alles  um Beziehungen. Ein Dossier über Sorge, Macht, Trauma und Spaß.

Aus alten Träumen lernen: Im Kapitalismus nährende Beziehungen außerhalb der heterosexuellen Kleinfamilie zu führen, ist eine Heraus- forderung – doch nicht utopisch. – S. 54

Lost in Love: Dating-Struggles, Liebeskummer, Beziehungsprobleme? Emotional Labor Queen weiß Rat … und beantwortet exklusiv die eingesandten Fragen unserer Missy-Leser*innen. – S. 56

Ganz sicher poly: Lange galt es als reine Willensfrage, in nicht-monogamen Beziehungen klarzukommen. Mit „Polysecure“ gelingt der Psychologin Jessica Fern ein vielschichtiger Blick auf Bindungen, der auch Traumata einbezieht. – S. 59

Alle elf Minuten: … radikalisiert sich eine single hetero Frau. Unsere Re- dakteurin betreibt zähneknirschend Onlinedating mit Männern. Ihr Fazit: Widersprüche muss sie aushalten, solange das Patriarchat noch existiert. – S. 62

Monogames Wellenreiten: Nicht alle Queers sind poly: Unsere Autorin erzählt, warum sie sich für eine monogame Beziehung und eingetragene Partnerinnenschaft entschieden hat. – S. 64

Sex & Körper

Sexkommentar: Oh mein Gott. Am Katholizismus ist so ziemlich nichts sexy, vor allem nicht für Frauen und Queers. Unser*e Autor*in erzählt, warum er sie trotzdem so anturnt. – S. 67

Gesundheit: Das Wahnsinnige kreierend. Team Östro, Team Andro? Die oft als „Geschlechtshormone“ bezeichneten Hormone sind gar nicht geschlechtsspezifisch. Wie konnte sich diese Vorstellung trotzdem so lange halten? – S. 68

Moodboard: Dinner for one. – S. 70

Styleneid: Karaj. – S. 71

Mode: Im Hamsterrad des Hafermüslis. Warum wollen viele Frauen auf einmal #ThatGirl sein? Bei dem populären TikTok-Trend optimieren Frauen sich und ihren Alltag ständig selbst – und verstärken so Problemlagen.  – S. 72

Edutainment

Musikaufmacher: After-Party. Das zweite Album der Rockmusikerin Snail Mail erzählt melancholisch, euphorisch, vor allem aber selbstbewusst von der Zuversicht nach dem Zusammenbruch. – S. 75

Musiktipps. – S. 76

Podcasttipps. – S. 80

Typenparade: Text me to stay in touch. Der Musiker Helado Negro wandte sich während der Pandemie an die Außenwelt, statt sich zurückzuziehen. Sein neues Album liefert nun den Neuanfang, den wir brauchen. – S. 81

Filmaufmacher: Alternativlos. In ihrem Spielfilmdebüt erzählt Regisseurin Maryam Touzani von ungewollter Schwangerschaft und zweifelsvollem Muttersein. – S. 83

Serienaufmacher: Who you gonna call. In der Kinderserie „Meine Stadt der Geister“ sind vier coole Kids in L.A. als Ghost Team unterwegs.  – S. 84

Film- und Serientipps. – 84

Literaturaufmacher: Hungrige Löcher. Dicht und bildhaft erzählt die 23-jährige Nachwuchsautorin K-Ming Chang in „Bestiarium“ von Queerness, Tigergeistern, intergenerationalen Traumata und Momenten der Zartheit. – S. 89

Literaturtipps. – S. 90

Now and Then: Lara Swiontek. Die Comicautorin fühlt sich mit Mary Shelley in Einsamkeit verbunden. – S. 93

Comictipps. – 94

Kunstaufmacher: Better together. Weltweit bildeten Künstler*innen im 20. Jahrhundert kritische Kollektive mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Die Ausstellung „Gruppendynamik“ bringt sie im Lenbachhaus zusammen. – S. 95

Kolumne: D.I.-Why? Feminismus heißt nicht, dass man alles selber können muss – auch Hand- werkliches nicht, findet unsere Kolum- nistin. – 98

 

 

 

Weitere Hefte

  1. Magazin 02/2024

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