Queering Fashion: Coole Blogs zum Durchstöbern

In unserer aktuellen Ausgabe geht’s im um Widerstand durch Style: Das Feiern von bisher übersehenen Körpern ist der subversive Kern von Fashionblogs. Online erzählen wir ein wenig weiter – mit einer Blog-Leseliste

Crip Couture

Diese Art von Mode richtet sich an Personen mit sichtbaren Behinderungen.

  • Die New Yorkerin Jillian Mercado bloggt auf Manufactured1987 über ihre Projekte als Schwarzes Model – mal mit und mal ohne ihren Rollstuhl.
  • Das niederländische Model Debbie van der Putten hat bereits mehrere Schönheitswettbewerbe gewonnen und initiierte das zur Zeit noch entstehende Projekt IMperfect.
  • Auf Left Hand Style schreibt die Modejournalistin Stephanie Thomas über Neuigkeiten rund um Crip Couture.
  • Kunst, Politik und Fotos zu Behinderung, Mode und Identität sammelt Cat auf disability fashion project.
Jillian Mercado (@jilly_peppa) auf Instagram
  • Coole Make-Up- und DIY-Ideen gibt’s auf The Do It Yourself Lady. In der Rubrik My Style liegt der Fokus konkreter auf dem Stil der Schwarzen Bloggerin Lizzy.
  • Wie würden Werbebilder der sexistischen und doch so hippen Marke American Apparel aussehen, wenn sie eine queere, dis_ableisierte Person abbilden würden? In jes sachses subversivem Kunstprojekt American Able seht ihr, wie!
  • Die Kategorien Gender, Alter und Ability kommen auf Spashionista zusammen: Hier bloggt Alicia über den Stellenwert von Mode innerhalb ihrer eigenen Lebensrealität.

 

Nadia Aboulhosn (@nadiaaboulhosn) auf Instagram

Fett for fun

Ohne Fatshion macht Mode keinen Spaß, denn wer kann schon den Anspruch auf vermeintlich gesunde, schlanke Körper erfüllen?

  • Ihr habt sie schon im Artikel bewundern können: Nadia Aboulhosn. Mehr Realness geht kaum!
  • Die Initiatorin der #Fatkini-Bewegung GabiFresh darf natürlich nicht fehlen. Übrigens hat sie dieses Jahr auch ihre eigene Badekollektion auf s4a veröffentlicht.
  • Bahnbrechend: Tess Munster bloggt nicht nur, sondern wurde jetzt von einer großen Modelargentur unter Vertrag genommen. Zu dritt sind diese drei Damen übrigens auch in ihrem Flawless-Video zu sehen.
  • Pastellfarbene Haare, grelle Lippenstifte und ein fabulöser Stil machen die Kanadierin Allie zur coolen Style-Fee, die sie nun mal ist.
  • Auf A Curious Fancy gibt es romantisch-verspielte Looks, süße DIY-Tipps und eine Wes-Anderson-mäßige Ästhetik von der Bloggerin Ragini.
  • Tiffany Tucker ist eine afro-amerikanische Fatshion-Bloggerin und Shopping-Queen. Ihre Errungenschaften gibt’s auf Fat Shopaholic.
  • Hinter Girl on The Go With A Fro steht die stylische Carlisa, die sich auf die Destigmatisierung dicker_fetter Körper und das Zelebrieren des natürlich getragenen Afros fokussiert.
  • Coole Gruppenblogs sind POC Fat Fashion und  Chubby Bunnies, bei denen auch Einreichungen möglich sind. Es gibt einen Ort für eure Selfies und Outfit-Bilder!
  • Aber auch im deutschsprachigen Bereich ist was los: Auf Some girls* are bigger than others rockt Alex mit ihren bunten Haaren gerne mal kontrastreich zu ihren dunklen Klamotten – aktuell sogar mit Verkauf einiger Kleidungsstücke!
  • Ihr kennt und liebt sie schon seit unserem Fett For Fun Dossier und wenn nicht, dann ist es jetzt höchste Zeit dafür: Katrin von reizende Rundungen!
  • Mehr deutschsprachige Plus Size Blogs findet ihr außerdem hier.

 

Bye, bye, white-washing!

Fashionblogs sind nur was für weiße, schlanke Frauen? Von wegen!

  • Auch auf Gracielas Blog F*ck Yeah POC Fashion gibt es Platz für eure Einträge – und viele, tolle Klamotten! Ob in traditionellem Dress, in Hipster-Wear oder in Neuinterpretationen und Samples, das Spektrum ist sehr groß.
  • Den Modeblog der hippen Kopenhagenerin Yin Pang gibt es leider nur noch als Retrospektive. Aber PANGCAKES-Fans müssen nicht traurig werden: Neben den alten Fotos findet ihr auch Links zu ihren anderen Kanälen wie Instagram und Youtube, wo ihr mit aktuellen Postings auf dem Laufenden gehalten werdet.
  • Supercool ist auch Maria Pizzeria, die beste Freundin der schwedischen Künstlerin Arvida Byström. Maria ist nicht nur Model, sondern fotografiert auch selbst. Ihre pastellfarbenen Haare sind zwar wieder dunkel, aber ihr Stil bewegt sich immer noch zwischen Girly und Normcore – eine sehr große Spannweite also.
  • Die queere Rookie-Style-Kolumnistin Arabelle Sicardi schreibt auf Fashion Pirate über exzentrische Looks, feministische Make-Up-Theorie und Cyborgs.

 

Foto: Instagram

Queer as in „fuck you“

Auch Genderfucking oder sogenannte gender-„nonconforming“ Performance bricht mit Sehgewohnheiten.

  • Ein tolles Gruppenblog ist Qwear – das Online-Modemagazin deckt nicht nur Modethemen ab, sondern ordnet sich in die Reihe cooler Lifestyle-Blogs ein.
  • Die Berlinerin Küb bloggt zwar noch nicht, aber hat einen Instagram-Account gefüllt mit ihren eigenen und eingereichten Dapper-Styles. Eine heiße Empfehlung für alle Dandy-Fans!
  • Androgyne Looks gibt’s auf dem Sammelblog androstyle, wo die beiden kuratierenden Personen stets auf der Suche nach neuen Beiträgen sind.
  • Nicht femme-in genug? Dann ist das Blog fuck yeah, hard femme! das Tor zum Glück. Hier geht es allerdings nicht um Mode, sondern um Identität. Stil-Inspirationen gibt es hier dennoch ohne Ende!
  • Last but not least legen wir euch Advanced Style ans Herz: Entgegen des Klischees, alte Leute seien langweilig gekleidet, gibt es hier atemberaubende Outfits an Personen, die jeden arroganten Hipster wie eine graue Maus erscheinen lassen.

Ihr habt noch weitere Lese-Empfehlungen zu normbrechenden Modeblogs? Immer her damit!

  • dancingonmyown

    Weiß irgendwer, was mit F*ck Yeah POC Fashion passiert ist? Ich hab den Tumblr geliebt …


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