Gegen den Lidstrich

Lange Zeit galt Make-up als patriarchale Zeitverschwendung. Diese Feminist*innen brechen mit dieser Annahme.

26.10.16 > Mode & Beauty
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Von Katja Peglow

Fühlt ihr euch auch manchmal wie eine schlechte Feministin? Zum Beispiel, wenn ihr vorm Einschlafen schon wieder an einem der unzähligen Schminkvideos im Internet hängen geblieben seid? Oder viel zu viele Stunden auf Beauty-Webseiten wie „xoVain“ oder „Into The Gloss“ verbracht habt, obwohl ihr doch schon die ganze Zeit diesen einen Aufsatz von bell hooks über das neue Beyoncé-Album lesen wolltet und euch die Steuererklärung im Nacken sitzt? Seitdem Demonstrantinnen der sich damals formierenden Zweiten Frauenbewegung bei der Wahl zur Miss America im September 1968 in New Jersey BHs, High Heels, aber auch Kosmetikartikel wie falsche Wimpern oder Lippenstifte als Zeichen ihres Protests gegen das Schönheitsdiktat in eine Mülltonne warfen, hält sich der scheinbar unausrottbare Mythos der Büstenhalter verbrennenden Feministin – und das Vorurteil, dass Frauen sich nur aus Gefallsucht schminken würden.

Das mag in Teilen auch zutreffen, unterschlägt aber eine ganze Reihe von jungen, überwiegend im Netz aktiven Frauen und nicht-binären Personen (und teilweise auch Männern), für die Schminke mehr ist als nur ein weiteres Tool zur Selbstoptimierung des eigenen Geschlechts…

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