Ma(i)sturbationsmonat mit Beyoncé und Nicki Minaj

Viva la masturbation! Der Mai steht in den USA seit 20 Jahren im Zeichen der Selbstbefriedigung. Finden wir spitzenmäßig – und feiern das mit zwei Playlists und dem neuen Masterpiece von Beyoncé und Nicki Minaj.

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Videostill

Mit neuem Material überraschen und die Welt zum Stillstand bringen, das können die beiden Queens des Hiphop und R’n’B sehr gut. Ein besseres Timing als den Internationalen Masturbationsmonat Mai hätten Nicki Minaj und Beyoncé für die Veröffentlichung ihres Videos auch wirklich nicht wählen können. Schließlich liefern sie ihren eindrucksvollen Clip zu ihrem gemeinsamen Track „Feeling Myself“, einer ermächtigenden Hymne über Masturbation, Egoboosting und Selbstliebe.

Weibliche Sexualität erfährt im Vergleich zur männlichen immer noch viele Tabus, Sanktionierungen und Unsichtbarkeit. Es fehlt nicht nur an feministischer Körperaufklärung für junge Personen, sondern auch an Gesprächsräumen für das Thema – es sei denn, ihr sucht gründlich. In Missy 02/11 haben wir für euch bereits eine Liste mit Tracks von coolen Künstlerinnen aufbereitet, in denen es zur Sache geht. Und weil wir das so wichtig finden, ist die Playlist auch online verfügbar.

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Mixtape und Cover von henghdf auf 8tracks

Online-Missy Hengameh hat zum Masturbationsmonat außerdem ihr Mixtape „Feeling Myself“ veröffentlicht – benannt nach und gewidmet an Nickis und Beyoncés Song, gefüllt mit weiteren Liedern über weibliche Autoerotik. Mit dabei sind außerdem Missy Elliott, Beatrice Eli, Britney Spears, Cyndi Lauper, Björk und viele andere. An dieser Stelle brechen wir das Rumherumgerede ab und lassen die Songs für sich sprechen.

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  • winniewatermelon

    Selbst wenn der Song weibliche Masturbation thematisiert, ist das Video leider sehr stark einem männlichem, heterosexuellen Blick zugunsten inszeniert. Am deutlichsten zeigt dies hierbei die Anfangszene (leider in eurem Abschnitt nicht sichtbar) in der eine männliche Stimme die beiden Sängerinnen anweist wie sie zu performen haben, bzw. sie in stereotyper ‚Director‘ Manier anfeuert. Denke das diese Tatsache auch die restlichen Szenen im Video überschattet und somit keine sexuelle Emanzipation statt finden kann, da man die ganze Zeit diese männliche Person hinter der Kamera vermutet der die beiden Frauen dirigiert. Auch jegliche homosexuelle Spannung zwischen den beiden wird damit zerstört, das Sie wie gesagt nur der männlichen Befriedigung gilt.


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