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Gegen all die Sexisten im Netz kommt kein Mensch an? Jetzt legen 160 Twitter-Bots los.

Ab heute antwortet das Zero Trollerance Programm mit kurzen, therapeutischen Videos auf sexistische Tweets

14.04.15 > Netzkultur

Von Katrin Gottschalk

Das „6 Steps Self-Help-Programm“ läuft die nächsten sechs Tage und hält für jeden Tag ein therapeutisches Video parat. Es soll Online-Trollen auf „dem Weg zur Selbstreflexion und ihrer feministischen Resozialisierung helfen“.

Das Prinzip: Den Feind mit den eigenen Mitteln schlagen. Nur dass die MacherInnen vom Peng! Collective nicht so viel Zeit haben wie die Trolle, um jedem Einzelnen von ihnen zu antworten – also haben sie 160 Twitter-Bots programmiert, die ab heute etwa 1000 Trolle bei Twitter mit ihrem Programm beliefern. Ausfindig gemacht wurden diese mittels Sprachanalyse und Blocklists. Guru des Ganzen ist @ZTrollerance.

Einer, bei dem das Programm schon funktioniert hat, ist Piet Bauer. Ihm hat das Programm schon zu vielen tollen Momenten abseits der Computer-Tastatur(#beautifulAFKmoment) verholfen – und zu besserem Sex. Wird alles möglich, wenn ein Troll endlich einsieht, dass er ein Troll ist. Das ist der erste Schritt.

In weiteren fünf Clips, die in den nächsten Tagen folgen, werden auch die Themen Internet, Angst oder Hass behandelt. Unterlegt wird das Ganze mit einem wunderbar meditativen Hintergrund (in der Folge zu „Wut“ ist es ein sanftes Meeresrauschen).

Sehr schön ist auch die Folge, in der es um Feminismus geht: „They’re coming for you!“. Der „Feminist“-Schriftzug im Hintergrund leuchtet und blinkt bedrohlich auf. Die simple Erkenntnis aber: Wer nicht denkt, dass Männer generell besser sind als Frauen, dem wollen die Feministinnen auch nichts abhacken.


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