“Gerechtigkeit lässt sich nicht erkaufen“

Ist ein emanzipierter Umgang mit Mode möglich? Die Journalistin Tansy E. Hoskins im Interview.

22.12.16 > Mode & Beauty
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Von Miriam Rebecca Zenner

Was macht Mode mit uns als Konsument*innen? In ihrem Buch „Das antikapitalistische Buch der Mode“ analysiert die britische Journalistin Tansy E. Hoskins die Entstehung der Massenmode und das Verhältnis von Körper und Kapitalismus, Werbung und Widerstand. Tansy E. Hoskins verschafft Überblick über die Mechanismen der Mode: Sie beschreibt die Ko-Abhängigkeit zwischen Marken und Modemagazinen, benennt den Rassismus der Branche und schreibt von den menschenunwürdigen und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen Das Buch bietet Hintergrundwissen für einen emanzipierteren Umgang mit Mode.

Frau Hoskins, woher kommt der Irrtum, als Kund*in sei man „König*in“ und der Konsum von Mode sei selbstbestimmt und demokratisch?
Im Kapitalismus wird uns beigebracht, …


Von Miriam Rebecca Zenner
Was macht Mode mit uns als Konsument*innen? In ihrem Buch „Das antikapitalistische Buch der Mode“ analysiert die britische Journalistin Tansy E. Hoskins die Entstehung der Massenmode und das Verhältnis von Körper und Kapitalismus, Werbung und Widerstand. Tansy E. Hoskins verschafft Überblick über die Mechanismen der Mode: Sie beschreibt die Ko-Abhängigkeit zwischen Marken und Modemagazinen, benennt den Rassismus der Branche und schreibt von den menschenunwürdigen und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen Das Buch bietet Hintergrundwissen für einen emanzipierteren Umgang mit Mode.
© Henna Malik
Tansy E. Hoskins: „Modemagazine dienen dazu, den Status quo zu festigen.“ © Hanna Malik

Frau Hoskins, woher kommt der Irrtum, als Kund*in sei man „König*in“ und der Konsum von Mode sei selbstbestimmt und demokratisch?
Im Kapitalismus wird uns beigebracht, dass Ermächtigung durch individuelles Handeln entsteht, nicht durch gemeinsames Agieren. Uns wird glauben gemacht, Freiheit bedeute eine Vielfalt der Auswahlmöglichkeiten des Konsums. Wir sollen dem System vertrauen und unseren Weg in eine neue Welt erkaufen, nicht erkämpfen. Es ist ein Narrativ, das uns lehrt, dass Unternehmen durch die Konsument*innen im Zaum gehalten und „ethisch“ gemacht werden können. Die Rhetorik der Demokratie dient dabei als Tarnung für Ausbeutung. Ein Kernpunkt meines Buches ist es, die Idee infrage zu stellen, das…
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