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Konsumfail: Urban Sports Club

Die Qual der Wahl: „Urban Sports“ bietet fast alles an Sportkursen an. Doch braucht mensch so viele?

14.04.20 > Körper

Von Bahar Sheikh

Sport ist ’ne gute Sache: Für den Körper und für das Gehirn, weil schon nach zwanzig Minuten Joggen alle glücklich machenden Hormone freigesetzt werden, die es gibt. Das wissen alle.

Urban Sports Club
©elizzzet auf Pixabay

Jetzt stell dir vor, du könntest jeden Sport der Welt haben, den du willst, und das zu jeder Uhrzeit, zu der du ihn willst. Yoga, Poledance, Krafttraining, Pilates: Du lädst dir die „Urban Sports“-App runter und zahllose Möglichkeiten stehen dir offen. Auch wenn du schon genau weißt, dass du eigentlich nur zum Yoga willst, bringt dich das Angebot ins Zweifeln: Solltest du nicht mal etwas anderes ausprobieren? Deine Grenzen testen? Und: Wieso hast du überhaupt eine Monatsflatrate für sechzig Euro, wenn du es am Ende nur dreimal im Monat hinschaffst? Machst du trotz App so wenig Sport, weil du immer auch morgen gehen könntest? (Ich weiß, heute passt es wirklich nicht.) Bist du noch faul oder schon depressiv?

Schnell verlierst du dich im Tunnel der existenziellen Fragen. Wirst du jemals so sportlich sein wie diese eine Freundin? Ist es wirklich so schlimm, wenn du nie der Mensch sein wirst, der viermal die Woche zum Sport geht, egal, wie viele überfüllt-anonyme Massenabfertigungsyogaklassen in Berlin-Mitte auf di…

Wir schreiben ohne Rücksicht auf Verluste und das machen wir mit Absicht! Das bedeutet aber, dass wir kein fettes Anzeigengeschäft machen, denn leider gibt es nicht viele Firmen, die heute schon fortschrittlich genug sind, um auf ein queer-feministisches Heft zu setzen. Kein Wunder, dass kein anderer Verlag ein Heft wie Missy herausgibt. Jetzt unabhängige, feministische Berichterstattung unterstützen und ein Missy-Abo abschließen.

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