Mongolia’s Got Gold

„Die Adern der Welt“ schildert, wie internationaler Rohstoffabbau lokale Gesellschaften zerstört.

09.11.20 > Film & Serien,

Von Olja Alvir

Mitten in der mongolischen Steppe lebt der zwölfjährige Amra mit seiner Mutter Zaya, seinem Vater Erdene und seiner kleinen Schwester Altaa. Amra träumt von einer Teilnahme an der Talentshow „Mongolia’s Got Talent“, während sich Mutter Zaya um die Herde kümmert. Vater Erdene arbeitet als Mechaniker und verkauft selbst gemachten Käse auf dem lokalen Markt. Das Leben der Nomad*innen wird durch das Eindringen internationaler Bergbauunternehmen bedroht, die vor allem nach Gold suchen und dabei

rücksichtslos Lebensraum zerstören. Sie drängen die Familien immer weiter zurück und drohen denen, die nicht weichen.
Vater Erdene versucht, die Nomad*innen im Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage zu vereinen. Doch das scheint aussichtslos, da die meisten Familien dem Druck der Industrie nicht mehr standhalten können und wollen. Ein tragischer Unfall – Erdenes Auto stürzt ins Bohrloch einer Mine – ändert alles. Der kleine Amra vergisst vorerst seinen Traum von einer Gesangskarriere im Fernsehen und auf YouTube und setzt den Kampf gewitzt alleine fort.

Missy Magazine06/20,Filmaufmacher, Beitrag
© Pandora Films

Byambasuren Davaas bei der diesjährigen Berlinale vorgestellter Film „Die Adern der Welt“ zeigt, …

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