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Now and Then: Caroline d’Orville über Yoko Ono

Von Yoko Ono hat die Künstlerin gelernt, in ihrem Schaffen von konventionellen Denkmustern abzuweichen.

12.07.21 > , Kunst

Besessen von den Beatles machte ich im Zuge meines kindlichen Fantums Bekanntschaft mit der Konzeptkünstlerin Yoko Ono. Eine doppelte Überraschung für mein in einer patriarchal organisierten, westlichen Kunstwelt aufwachsendes zwölfjähriges Ich. Frauen mit Profil waren mir im künstlerischen und musikalischen Feld meiner Welt noch nicht begegnet. Mein Kunstbegriff bestand damals aus der Vorstellung, mit handwerklich guter

Technik ein künstlerisches Anliegen in figürlichen Formen möglichst konform auszudrücken. Gefällig oder „hübsch anzusehen“ und auf den ersten Blick definierbar. Ein Gemälde. Eine Skulptur. Kunst von Künstlern eben. Das war die Normalität. Auch Musik lief in vorgefertigten Bahnen und Kategorien ab. In meinem zwölfjährigen Kopf hießen diese: Pop, Klassik, Instrumente beherrschen, Bühne. Erst im Rückblick erkenne ich Yoko Onos Stellenwert in meiner künstlerischen Evolution.
Ihre Kunst hat partizipativen Charakter.

Am berühmtesten und noch immer von starker Wirkkraft ist wohl ihr „Cut Piece“, eine Performance von 1964 : Ono lässt sich mit einer Schere von den Besucher*innen Teile ihrer Kleidung vom Körper schneiden. Eine klare und spürbare Übersetzung des voyeuristischen Blickes auf das Objekt Frau. Nicht nur ihre feministischen Arbeiten sind noch immer hochaktuell, auch ihr Friedensaktivismus scheint unermüdlich. Ihre konzeptionellen Arbeiten haben kollektiv gesellschaftlichen Einfluss und bergen…

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