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Von Angesicht zu Angesicht: Gendercamp, Sigint & FrauenImNetz

share tweet  Die Blogger_innen und Netzkulturkonferenz re:publica liegt jetzt hinter uns, Mein persönliches Hightlight war neben der vielen interessanten Talks und Panels, dass ich viele tolle Leute aus dem Netz wiedergesehen und kennengelernt habe. Bei einer Club-Mate lässt es sich wunderbar über Post-Gender („Prost, Gender!“) und Post-Privacy („Prost, Privacy!“) quatschen. Wer diese Gelegenheit, Leute aus dem …

21.04.10 >

Die Blogger_innen und Netzkulturkonferenz re:publica liegt jetzt hinter uns, Mein persönliches Hightlight war neben der vielen interessanten Talks und Panels, dass ich viele tolle Leute aus dem Netz wiedergesehen und kennengelernt habe. Bei einer Club-Mate lässt es sich wunderbar über Post-Gender („Prost, Gender!“) und Post-Privacy („Prost, Privacy!“) quatschen. Wer diese Gelegenheit, Leute aus dem Netz IRL zu treffen, verpasst hat, muss nicht bis zum nächsten Jahr warten, um über Geschlechterverhältnisse im Netz zu diskutieren und zusammen im Echtzeitraum (das Buzz-Wort der diesjährigen re:publica) zu nerden. In den nächsten Wochen geht einiges, darunter: Ein Barcamp auf dem Lande, eine vielversprechende Konferenz und ein Frauen-Vernetzungstreffen.

Gendercamp

Den Anfang macht das Gendercamp vom 7. bis 9. Mai 2010. Das Gendercamp richtet sich explizit an Leute, die sich mit Netzkultur und Gender/Queer/Feminismus beschäftigen. Wie es sich für ein Barcamp gehört, wird das Programm erst vor Ort festgelegt. Es gibt aber schon viele spannende Vorschläge für Sessions zu Sexismus im Netz, antisexistisches Layouten, subversive Umgestaltung binärgeschlechtlicher Raumlogik, Netzpolitik und Workshops mit Basteln und Löten. Weitere Vorschläge können in der Gendercamp Community und spontan vor Ort von allen Teilnehmer_innen gemacht werden, denn Barcamps leben von der Partizipation der Anwesenden. Etwas sußergewöhnlich für ein Barcamp ist die Location: Raus aus den urbanen Zentren und ab ins platte Land. Das ABC Bildungzentrum in Hüll ist idyllisch zwischen Weide und Kuhstall ca. eine Stunde außerhalb Hamburgs gelegen. Es gibt nur noch wenige Restplätze, für die ihr euch nur direkt beim ABC in Hüll anmelden könnt.

Sigint

Die Sigint (22.-24. Mai 2010) findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Mit der Konferenz in Köln will der Chaos Computer Club ein Event etablieren, das im Vergleich zum Chaos Communication Congress einen noch stärkeren Fokus auf die gesellschaftspolitische Diskurse rund um das Internet und digitale Technologien legt. Darunter auch die Frage nach den female Geeks, die mit einem international besetzten Panel aufgegriffen wird: „Women and Geek Culture – What’s the problem, guys?“

We often get asked what feminism is needed for. Isn’t it passè? We try to provide answers.

According to Wikipedia a geek is „a peculiar or otherwise odd person, especially one who is perceived to be overly obsessed with one or more things including those of intellectuality, electronics, etc.“ Being a geek is therefore not limited to a certain field, but crosses fields like programming, security, gaming, academia or net culture.

Things look entirely different when you’re female. Problems with female geeks often start in early childhood when girls are not allowed to use daddy’s computer and should learn to cook and look after kids for later reproductive work. Although cooking also can be hackable, for most of the geek girls a pink cake is not a substitute for a good, ol‘ circuit board.

Despite those barriers women in geek culture are often considered to be someone’s girlfriend, beginners or – the worst – only there to attract men. As someone recently posted on a mailing list: „The biggest enemy of hackerspaces and techshops is probably girlfriends and wives“.

We ask ourselves: What’s the problem? Why is the F-Word (feminism) still a such a red rag? And why is the active integration of women seen as a threat? This panel aims at giving some examples from the participants‘ background, exploring the degree of sexism in the different fields and finally finding some strategies to better integrate women into geekery.

Modieriert von Ragni Zlotos diskutieren die amerikanische Gaming-Fachfrau Heather Kelley, Internetforscherin Svenja Schröder, Designerin/Künstlerin/Hackerin Eleanor Saitta und Leena Simon, die mit einem Versuch, Frauen in der Piratenpartei zu Vernetzen, trouble gemacht hat. Da das Programm der Sigint erst am 1. Mai veröffentlicht wird, steht noch nicht fest, wann das Panel stattfinden wird. Auch über die anderen Vorträge auf der Sigint weiß ich noch nichts, also schaut doch Anfang Mai auf die Sigint-Seite.

Frauen im Netz – Netzwerk Digitale Medien für Frauen

Hattingen? Klingt nach Süddeutschland, ist aber südlich von Bochum. Im dortigen DGB Bildungszentrum findet Anfang Juni das Vernetzungstreffen Frauen im Netz statt. Leena Simon und Gudrun Habersetzer organisieren die Veranstaltung mit dem Ziel „mehr Emanzipation in Internet und die digitalen Medien“ und „aktiv mehr Frauen an die Computer und die Netzpolitik“ zu bringen. Vom 4. bis 6. Juni 2010 geht es u.a. um Netzpolitik, Cyberstalking Journalismus und feministisches Bloggen.

CU =)


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