Styleneid: Amanda Keisha Ang

Die Grafikdesignerin, DJ und Mitgründerin der Partyreihe ATTAGIRL! in Singapur mag Riot-Grrrl-Looks.

07.05.19 > Mode & Beauty

Interview: Sonja Eismann
Foto: Paula Winkler

Wie würdest du dein Outfit beschreiben?
Wenn ich einen Song für diesen Look wählen müsste, wäre es zu hundert Prozent „Just A Girl“ von No Doubt. Ich mag ganz unterschiedliche Stile, aber generell ist es ein Mix aus Vintage und Streetwear, der von Musik und Künstlerinnen aus den 1920ern, -50ern und -70ern beeinflusst ist, aber auch von UK-Indie, Riot Grrrl, Punk und Goth. Gerne trage ich auch das traditionelle chinesische Cheongsam/Qipao. Diese hochgeschlossenen, seitlich geschlitzten Kleider schmeicheln der Figur – und sie repräsentieren meine Kultur.

Was macht Mode für dich interessant?
Ich liebe Prints – experimentelle Tie-Dyes, Batik, afrikanische Block-Prints und Stickereien. Und ich mag es, mit Mode in der Zeit zurückzugehen, wenn sie mich an einen Ort in der Vergangenheit erinnert. Retro- Frisuren wie Gibson Tuck oder Flippy Roll finde ich toll, nur brauchen die so viel Zeit …

©Paula Winkler

Denkst du bei der Wahl deiner Kleidung über Nachhaltigkeit nach?
Mehr und mehr. Früher war ich ein wenig süchtig nach Fast Fashion, aber mittlerweile versuche ich, viel weniger zu kaufen und die Kleidung, die ich schon habe, gut zu behandeln. Ich stöbere auch gerne nach Vintage-Teilen. Ich selbst will auf jeden Fall nicht zu noch mehr Müll beitragen und finde, wir sollten alle hinterfragen, wie unser Umgang mit Mode unseren Planeten beeinflusst.

Gibt es für dich einen Zusammenhang zwischen Fashion und Feminismus?
Für mich war Mode in Kombination mit Musik und Kunst immer schon ein Weg, meine Persönlichkeit und Sexualität auszudrücken. Ich bin mit Riot-Grrrl-Bands wie Pussy Riot und Bikini Kill oder anderen starken Mus…

Wir schreiben ohne Rücksicht auf Verluste und das machen wir mit Absicht! Das bedeutet aber, dass wir kein fettes Anzeigengeschäft machen, denn leider gibt es nicht viele Firmen, die heute schon fortschrittlich genug sind, um auf ein queer-feministisches Heft zu setzen. Kein Wunder, dass kein anderer Verlag ein Heft wie Missy herausgibt. Jetzt unabhängige, feministische Berichterstattung unterstützen und ein Missy-Abo abschließen.

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